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                                                                                                     AKTUELL

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

Wir beginnen jetzt mit den Proben zu unserem nächsten

 

Konzert am 17. Juni 2012  17 Uhr

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im Pfalzbau Ludwigshafen (Konzertsaal)

Eleonore Marguerre - Sopran                

Uwe Sticker - Tenor                             Jens Hamann - Bariton

Kurpfälzisches Kammerorchester

Leitung Klaus Arp

Sängerinnen und Sänger, die bei diesem Projekt mitmachen möchten, melden sich bei

 

Dr. Birgit Hummel, Vorstand des Beethovenchores

Telefon 0621/40 14 832    Email an vorstand@beethovenchor-lu.de

 

oder

 

Eckart Meyer, Webmaster des Beethovenchores

Telefon 06202/40 94 694  Email webmaster@beethovenchor-lu.de

 

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Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Kaffee-Kantate BWV 211

 

Auch der „Hochfürstlich Weißenfelsische Capellmeister und Musik-Director in der Thomas- und Nikelskirchen” war ein Freund des Kaffeekultes. Seine Kaffee-Kantate ist der Höhepunkt der sächsischen Kaffeehausmusik. Dass Johann Sebastian Bach Thomaskantor und Direktor des nach ihm benannten Collegium Musicum war, dürfte allgemein bekannt sein. Weniger bekannt ist, dass er auch privat und öffentlich „fester Bestandteil” der Leipziger Kaffeehauskultur war.

 

Bach dirigierte zweimal pro Woche die „ordinairen Concerte” im Zimmermannschen Kaffeehaus. Dies war eine hochangesehene Konzertreihe, wie 1736 in einer in Leipzig erschienenen Musikzeitschrift nachzulesen ist. Bachs Kaffee-Kantate gehört zu den Werken seiner „Moralischen Kantaten”, wobei aber die Beweggründe für die Komposition unbekannt sind. Als wahrscheinlich gilt, dass Bach die aufkommenden Versuche der Obrigkeit gegen die Kaffeekultur, die zum staatlichen Kaffeemonopol durch Friedrich den Großen führte, karikieren wollte. So versucht im Werk Herr Schlendrian seiner Tochter Liesgen die Unsitte des täglichen Kaffeetrinkens abzugewöhnen. Die eigenwillige Tochter lenkt erst ein, als sie die Erlaubnis zur Heirat erhält, tut aber gleichzeitig kund, dass sie nur einen Mann akzeptiert, der ihr jederzeit das Kaffeetrinken gestattet. Der Text stammt aus der Feder von Christian Friedrich Henrici, Bachs eifrigstem Textlieferanten. Erschienen ist er 1732 im dritten Teil der „Ernst-Scherzhafften und Satyrischen Gedichte”. Zwei Jahre später komponiert Johann Sebastian Bach seine Kaffee-Kantate zu diesem Libretto, das er wahrscheinlich selbst um das neunte Rezitativ Nun geht und sucht der alte Schlendrian und den abschließenden Chor Die Katze läßt das mausen nicht erweiterte.

 

Georg Friedrich Händel (1685 - 1759)

Das Alexanderfest (oder Die Macht der Musik)

Händel bedient sich zur Veranschaulichung der Macht der Musik der Figur Alexanders des Großen, eine der mächtigsten Gestalten der Menschheitsgeschichte. Ist der unbesiegbare Alexander Halbgott oder doch nur Mensch? Über die gleiche Frage kann man sich bei der Musik streiten. Ist ihre berauschende, anspornende, bedrückende, entzückende Wirkung göttlichen oder menschlichen Ursprungs? Um es vorweg zunehmen: Der Streit endet versöhnlich und was übrig bleibt, ist letztlich die Feier der vielen Facetten der Musik, an denen wir uns heute erfreuen dürfen.

Die längere der beiden Händel-Oden zu Ehren der heiligen Cäcilie, der Patronin der Tonkunst, beschreibt in reichverzierten Arien, wie der renommierte Feldherr von der noch mächtigeren Musik über alle Höhen und Niederungen menschlicher Leidenschaften getrieben wird. Musikalisch gewinnt diese Komposition ihre besondere Bedeutung dadurch, dass Händel in ihr sowohl Elemente der Oper als auch des Oratoriums umgesetzt hat. Entstanden ist sie aus der barocken Tradition heraus, den Tag der Heiligen Cäcilie (22. November) als den der Schutzpatronin der Musik zu feiern. Der Dichter John Dryden hat in seiner Ode „Alexander’s Feast“ das Siegesfest des mazedonischen Helden zu Ehren seines Sieges über die Perser geschildert. Händel verwendete eine Bearbeitung von Newburgh Hamilton, der die Ode theatralisch geschickt umarbeitete.

Händel reizte die Möglichkeit, die Macht der Musik über einen der größten Männer des Altertums darzustellen. Allerdings ist nicht Alexander, sondern der Sänger Timotheus Held der Geschichte. Die Siegesfeier, die Alexander der Große nach der Eroberung von Persepolis seinen Getreuen gab, ist nur der äußere Rahmen der Handlung. Dem Sänger Timotheus gelingt es dort, die Zuhörer, unter ihnen die schöne Griechin Thais, zu Stolz und Freude, zu Mitleid und Liebe, zu Wut und Rache zu bewegen. In einer Episode wird die Sage erzählt, wie aus Zeus' Liebe zu Olympia Alexander als "zweiter Herr der Welt" hervorgegangen ist, der nun als Göttersohn gefeiert wird. Eine zweite Geschichte bedarf der Erläuterung. Thais führt die Krieger bei der Eroberung von Persepolis an. Damit erinnert sie daran, dass einst Helena Ursache für die Zerstörung Trojas war. Nach der geschichtlichen Überlieferung ist es Thais, die für ihre ehemals von dem Perserkönig Xerxes niedergebrannte Vaterstadt Athen Vergeltung fordert, und Alexander bewegt, den Palast des Xerxes in Persepolis zu zerstören. Am Ende tritt Cäcilia an die Stelle von Timotheus und führt den Menschen über sich hinaus zur heiligen Tonkunst, die sie aus himmlischen Bereichen auf die Erde herniederholt.